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Spinnis kleines Klassenzimmer
#1  Spinnenmonat 07-14-2013, 11:51 AM
Hier möchte ich mit allen Kollgen über Sätze aus der hochen deutschen Literatur diskutieren, die ich nicht völlig verstehe.

Die deutsche Literatur, die ich jetzt in meinem Gerät lese (nämlich keine Bücher und Lektüren von meinem Fachstudium, wissenschaftliche und theoretische Werke werden auch ausgeschlossen), sind folgende:

1. Robert Musil, der Mann ohne Eigenschaften
2. Hugo von Hofmansthal, Dramen und Libretti
3. Stefan Zweig, Novellen

Die Sätze, die ich in Frage stellen möchte, beschränken sich momentan vorwiegend auf Musil.

Liebe Kollegen, wenn Sie daran interessiert sind, schreibt etwas und gebt Spinni ein bisschen Hinweise. Es ist eine freundliche Diskussion, gar keine zwanghaften Aufgaben.
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#2  Spinnenmonat 07-14-2013, 11:57 AM
Weil die Idee, einen kleinen Sprachkursraum zu errichten, mir sehr plötzlich gekommen ist und ich vor der Anregung schon viele Seiten gelesen habe, habe ich die problematischen Sätze nicht markiert. Jetzt muss ich sie ein bisschen suchen.

Der erste Satz ist ganz kurz, vielleicht sprachlich nicht sehr interessant. Aber ich verspreche euch, dass viele gute Dinge langsam folgen werden.
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#3  Spinnenmonat 07-14-2013, 12:05 PM
Er verstand von der Einschau in die Seele zu reden und in der beginnenden Filmindustrie hatte er Geld stehn.

Robert Musil, der Mann ohne Eigenschaften, Gesammelte Werke von Pynch, Seite 2050

Gibt es einen Ausdruck " haben etwas stehen" oder ein Wort "stehenhaben"?
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#4  Spinnenmonat 07-14-2013, 12:10 PM
Eine andersartige Frage:
Sollte dieser Thread in Book Club versetzt werden?
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#5  pynch 07-14-2013, 12:24 PM
Quote Spinnenmonat
Er verstand von der Einschau in die Seele zu reden und in der beginnenden Filmindustrie hatte er Geld stehn.

Gibt es einen Ausdruck " haben etwas stehen" oder ein Wort "stehenhaben"?
»Geld stehen haben« bedeutet soviel wie »Geld investiert haben«, etwa über Aktien. Den Ausdruck »stehen haben« gibt es meines Wissens nur in Verbindung mit Geld, wird aber heute kaum noch verwendet.

Quote Spinnenmonat
Robert Musil, der Mann ohne Eigenschaften, Gesammelte Werke von Pynch, Seite 2050
Dass ich da noch nicht selbst drauf gekommen bin! In Zukunft heißen meine Ausgaben immer »Gesammelte Werke von Pynch« und kleiner darunter z.B. »unter Verwendung von Texten von Goethe.«
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#6  pynch 07-14-2013, 12:26 PM
Quote Spinnenmonat
Eine andersartige Frage:
Sollte dieser Thread in Book Club versetzt werden?
Besser nicht, es geht ja nicht um gemeinsames Lesen, sondern darum, dass du lesen darfst und wir Fragen beantworten müssen.
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#7  medard 07-14-2013, 01:30 PM
Quote Spinnenmonat
Eine andersartige Frage:
Sollte dieser Thread in Book Club versetzt werden?
Finde ich nicht. Das ist ja eine Lektüregenossenschaft dort, und dies hier ist eine gemeinnützige Stiftung.
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#8  medard 07-14-2013, 01:42 PM
Bist Du schon auf Seite 2050? Das Buch fängt auf Seite 1640 an. Das ist aber ganz schön viel.
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#9  Spinnenmonat 07-14-2013, 07:50 PM
Quote medard
Bist Du schon auf Seite 2050? Das Buch fängt auf Seite 1640 an. Das ist aber ganz schön viel.
Eigentlich noch weiter. Ich lese es jeden Tag ein bisschen vor dem Schlaf. Es wäre schon sehr fruchtbar!

PS: Danke schön für deine Erklärung. Archangelus
Leider ist es wahnsinnig schwer, die verlorenen komplizierten Sätze weider zu finden. Ich werde noch mehr Zettel an die Wand des Klassenzimmers aufhängen, wenn ich auf etwas interessantes und schwieriges stoße.
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#10  Spinnenmonat 07-16-2013, 08:24 AM
daß man da von einer neuen Belebung des Begriffes Wissenschaft ausgehen muß!

Robert Musil, der Mann ohne Eigenschaften, Gesammelte Werke von Pynch, Seite 2071

Ist "ausgehen" etwa transitiv? Wenn nicht, welche Rolle spielt "Wissenschaft" hier?
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