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Other Fiction Manzoni, Alessandro: Die Verlobten. V1 [German] 28.10.2020
#1  brucewelch 10-28-2020, 10:22 AM
Wenn hier zuletzt schon "Die Verlobten" (1825) von Walter Scott hochgeladen wurde, dann war es endlich auch einmal Zeit für das zweifellos bedeutendere Werk gleichen Titels, "Die Verlobten" (1825/26) von Alessandro Manzoni, eine der wichtigsten Schöpfungen der italienischen Literatur, die beinahe zeitgleich mit dem Roman des schottischen Dichter erschien: Scott gehörte zu Manzonis entscheidenden Vorbildern, und gewiss wären seine "Verlobten" ohne die Grundlegung des neuen historischen Romans, wie jener sie geleistet hat, gar nicht denkbar.
Das Werk erscheint hier in der 1867 erstmals publizierten Übersetzung von Emilie Schröder, die stilistisch hinter der kongenialen Übertragung von Daniel Lessmann (1827) vielleicht etwas zurücksteht, dafür jedoch vollständig ist, während Lessmanns Version um ca. 250 Seiten gekürzt wurde (siehe dazu auch die Anmerkung im eBook).
Der vorliegenden Edition ist am Ende die kundige Einleitung, die der Herausgeber einer Neuausgabe der Lessmann’schen Fassung 1929 vorangestellt hatte, als Nachwort beigegeben. Die digitale Form der Übertragung Emilie Schröders verdankt sich im Übrigen dem Material von zeno.org ().

Zu der Übersetzerin Emilie Schröder siehe den folgenden Spoiler.
Spoiler Warning below






Da über Emilie Schröder noch keine digitalen Informationen vorliegen, außer einer Werkliste in wikisource, gebe ich im Folgenden einen Auszug aus Brümmers Dichterlexikon, auf das ebd. verwiesen wird:

Schröder, Emilie wurde in Berlin geboren, wo ihr Vater die Stelle eines Verwalters in einer geschlossenen Gesellschaft, genannt »Zum geselligen Verein«, innehatte. Sie besuchte vom 10. bis 15. Jahre eine gewöhnliche Bürgerschule, dann noch einige Monate die königl. Augustaschule und machte darauf, um sich dem Wunsche ihrer Mutter gemäß zur Sängerin anszubilden, ihre Gesangstudien bei dem Chordirektor an der königlichen Oper, Johann Elßler, später bei dem Italiener Orsini, der zu viederholten Malen italienische Opern in Berlin dirigiert hatte. Da sie als Altistin aber auf der deutschen Bühne nur in wenigen Opern hätte Erfolg erringen können, so wandte sie sich der Schauspielkunst zu. Ihre Studien auf dem neuen Gebiete brachten sie bald mit H.Th. Rötscher († 9. April 1871), dem Schöpfer der »Kunst der dramatischen Darstellung«, und mit dessen Freunden in Berührung, die fast alle in der Schauspielkunst oder in der Literatur sich einen Namen erworben haben. Durch den Einfluß dieser Männer wurde sie bestimmt, die Theaterlaufbahn mit der schriftstellerischen Tätigkeit zu vertauschen. Das Spezialgebiet der letzteren blieb die Übersetzung und Herausgabe der Werke Friedrichs des Großen, die sie sich gleichsam zu ihrer Lebensaufgabe gemacht hat. Emilie Schröder lebt seit dem Jahre 1878 in Charlottenburg.

Franz Brümmer: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten von Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 6 (Risch bis Spiller). 6. stark vermehrte Auflage. Reclam. Leipzig 1913, S. 311–312.

Die Wikisource-Liste enthält nur jene Werke, die bereits in irgendeiner Weise digital vorliegen, und das sind nur wenige, immerhin jedoch die Übersetzung von Molières sämtlichen Werken, die ich sehr gelungen fand. Bei Brümmer werden noch zahlreiche weitere Titel aufgeführt, darunter auch eine Übersetzung der Tragödien Racines.
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