Mobileread
Historical Fiction von Tavel, Rudolf: Jä gäll, so geit's!. German. v1, 19 Nov 2010
#1  TMF 11-19-2010, 11:21 AM
Rudolf von Tavel (* 21. Dezember 1866 in Bern; † 18. Oktober 1934 ebenda) war ein Schweizer Journalist und Schriftsteller. Er schrieb seine Bücher vorwiegend in berndeutschem Dialekt; sie zählen noch heute zu den meistgelesenen Mundart-Werken in der Deutschschweiz. 1901 publizierte er mit Jä gäll, so geit’s! den ersten berndeutschen Roman der Literaturgeschichte.

(Seite „Rudolf von Tavel“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 5. August 2010, 19:47 UTC. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Rudolf_von_Tavel&oldid=77484305.)


"Die Mundart bedeutet in Tavels Werk eine beständige Verzauberung – nicht der Gestalten, die der Leser sieht, sondern des Lesers, der diese Gestalten so sprechen hört, als ob sie von heute wären. ... So erschloss Rudolf von Tavel dem bernischen Leser – dem deutschschweizerischen überhaupt und, das sei nicht vergessen, wie vielen welschsprachigen und reichsdeutschen, die den Schlüssel zu diesem Schatz zu gebrauchen lernten! – eine Vergangenheit, die Jahrhunderte umspannt. Aus dem «glücklichen Einfall» des schmalen Erstlings entfaltete sich im Lauf von mehr als dreissig Jahren das vielhundertseitige Epos der Vaterstadt, ein dichterisches Denkmal, wie es seit den Chronisten kein Sohn dieser Stadt geschaffen und ihr dargebracht hat und um das sie manches Geschwister in deutschen und welschen Landen beneiden mag.

«Solang es ein Bern und eine Berner Sprache gibt, solange wird Ihre Dichtung das schönste Kleinod mundartlicher Literatur sein und bleiben», schrieb in prophetischem Überschwang J. V. Widmann dem Dichter in einem Brief schon nach dem ersten Buch. «Und, wie Sie an meiner Frau und mir wieder sehen, können auch Deutschschweizer aus andern Kantonen es vollkommen würdigen; ja, Sie gewinnen durch Ihre Dichtung die Herzen nicht nur Ihrem Buche, sondern auch Ihrer Vaterstadt, deren eigenstes Wesen Sie so liebenswürdig schildern; Bern wird einem noch viel lieber, wenn man Ihre herrliche Erzählung gelesen hat.» Widmann konnte, als er diesen spontanen Dankesbrief für «Jä gäll, so geit's!» entsandte, nicht ahnen, in welch reichem Masse die Zukunft von Tavels Werk seinem raschen, aber sichern Urteil recht geben würde. So unbezweifelbar war für den erfahrenen Kritiker die Wirkung, die von dem Erstling ausging."

(Aus: Hugo Marti. Rudolf von Tavel - Leben und Werk)
This work is assumed to be in the Life+70 public domain OR the copyright holder has given specific permission for distribution. Copyright laws differ throughout the world, and it may still be under copyright in some countries. Before downloading, please check your country's copyright laws. If the book is under copyright in your country, do not download or redistribute this work.

To report a copyright violation you can contact us here.
[epub] Ja gall, so geit's! - Rudolf von Tavel.epub (139.6 KB, 873 views)
Reply 

Today's Posts | Search this Thread | Login | Register