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Fantasy Fouqué, Friedrich de la Motte: Mandragora.(german) V1.29 Oct 2021
#1  Frodok 10-29-2021, 03:10 PM
Friedrich Heinrich Karl Baron de la Motte Fouqué (Pseudonyme Pellegrin und A.L.T. Frank; geb. 12. Februar 1777 in Brandenburg an der Havel — 23. Januar 1843 in Berlin) war einer der ersten deutschen Dichter der Romantik. (aus Wikipedia)

Mandragora. Eine Novelle. Sandersche Buchhandlung. Berlin, 1827.
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Capitain St. Edmé will seinen Freund, den Grafen Armand, und Paris verlassen, weil er Armands Gattin Victoire liebt. Aber Armand selbst ladet ihn ein, zu bleiben, da der lilienreinen Frau Umgang so reinigend auf seine Leidenschaft wirken werde, daß er nirgends besser Heilung finden könne. Diese ungeheure Ironie findet er auch bestätigt, indem er bleibt. Eines Abends ist in der Gesellschaft die Rede von der Wurzel Mandragora. Da erinnert sich die Gräfin, sie selbst habe in ihrem kleinen Naturalienkabinet ein solches ungeheuerliches Ding. Sie nimmt das Licht, es den Herren zu zeigen, als aber die scheußliche menschenähnliche Wurzel sich zu bewegen scheint, den ihr eigenthümlichen Leichengeruch verbreitet und sogar einen Weheton vernehmen läßt, entsinkt ihr der Leuchter. Edmé verspricht, sie von dem unheimlichen Schatze zu befreien, steckt die ekelhafte Wurzel in die Tasche und will sie vergraben.
Ehe er aber dazu kommt, geräth er an eine Pharaobank und gewinnt eine ungeheure Summe Geldes. Der Bankier sagt ihm auf den Kopf zu, er habe eine Mandragora bei sich, sonst lasse sich das Glück nicht erklären. Nun will Edmé die Wurzel vergraben, wird aber gestört und schnell abberufen. Von dem Augenblick an, in welchem die Wurzel nicht mehr in Armands Hause ist, hat Armand Unglück, kommt um Geld, geräth in böse Händel und Edmé hilft und gewinnt hohe Gunst beim Minister, so wie ihn dieser zum erstenmal sieht, und wird gleich zum Obersten befördert.
Er gräbt die Wurzel nun wirklich ein, Graf und Gräfin verschwinden aus dem Lande, Edmé geht in den Krieg, wird verwundet und von einer schönen Albaneserin gepflegt, die er anfangs für die Tochter des Bankiers hält, dem er das Geld abgewonnen und der nachher in einem Duell erstochen worden, und von der er glaubt, sie heiße Mandragora, vor der er daher eine arge Scheu hat, bis sie sich als eine gewisse ganz unschuldige Aurora zu erkennen gibt, deren edler Vater nur von jenem Bankier betrogen worden. Er heirathet sie und kehrt mit ihr zu Armand und Victoire zurück, so daß sie hinfort in Frieden leben. — (Wolfgang Menzel: Deutsche Dichtung von der ältesten bis auf die neueste Zeit. 1859. 3. Band.)
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