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Fantasy Fouqué, Friedrich de la Motte: Sophie Ariele.(german) V1.29 Oct 2021
#1  Frodok 10-29-2021, 03:06 PM
Friedrich Heinrich Karl Baron de la Motte Fouqué (Pseudonyme Pellegrin und A.L.T. Frank; geb. 12. Februar 1777 in Brandenburg an der Havel — 23. Januar 1843 in Berlin) war einer der ersten deutschen Dichter der Romantik. (aus Wikipedia)

Sophie Ariele. Eine Novelle. Schüppelsche Buchhandlung. Berlin, 1825.
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Zu Marseille steht Doctor Matthieu, ein gelehrter Arzt, mit Swedenborg in Verbindung durch eine Taubenpost. Da wird ihm ein Kranker angekündigt Oberst Gustav Gyllenskiold. Er leidet an furchtbaren Träumen, in denen ihm insbesondere oft ein mit einer Krone geschmückter blutiger Ritter erscheint. Während er dem Doctor erzählt, tritt dessen Gattin, die liebliche Sophie Ariele herein, ein weißes Täubchen auf der Schulter. Zart und leicht, kindlich fröhlich birgt sie tiefes Wissen und eine magische Gewalt über die Natur in ihrem einfachen Wesen. Sie stammt von fürstlichen Eltern, die sie nach einer harten Schlacht in früher Kindheit verloren. Sie ist auf einem Thurm hoch in den Apenninen erzogen, wo der Doctor sie auf einer botanischen Reise gefunden. Sie kennt wunderbare Heilkräfte, und gern folgt ihr der Gatte.
Auch dießmal zerreißt sie, was der Doctor über des Gastes Krankheit niedergeschrieben und verspricht, ihn selbst zu heilen. Sie gibt ihm ihr Täubchen mit, das zu seinem Haupte schläft, und dessen Macht wirklich die Träume bändigt: Der Grundton seiner Träume ist „Leben ist Sterben“. Die fröhliche Sophie lehrt ihn „Leben ist Leben“. Eine Brieftaube kommt von Swedenborg, er tödtet einen Geier, der sie verfolgte. Dann rettet er Ariele, als sie von maurischen Seeräubern entführt werden soll. Er wird dabei verwundet und stillt das Blut mit ihrem Schleier. Da lehrt sie ihn: „Sterben ist Leben“. Er genest aber von seiner Wunde wie von seinen Träumen und kehrt in den Norden zurück. Nach vielen Jahren findet er zur See den Sohn Matthieus und Arielens auf einer wissenschaftlichen Reise, behält ihn auf sein Bitten bei sich und fällt in einer Seeschlacht, mit den Worten „Sterben ist Leben“.
Der Ausgang dieser Erzählung ist, wie so oft bei Fouqué, matt und unbefriedigend und entspricht dem reizenden Anfang nicht. Allein darauf kommt es hier weniger an, als auf die Charakteristik und man muß gestehen, die Sylphennatur in Arielen zu zeichnen, ist Fouqué eben so gut gelungen als die Undinennatur in seiner Undine. Ariele ist der weibliche Ariel Shakespeare's, der Luftgeist, das personificirte Element, jedoch nur in seiner Reinheit und sonnigen Heiterkeit. (Wolfgang Menzel: Deutsche Dichtung von der ältesten bis auf die neueste Zeit. 1859. 3. Band.)
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